11.02.2019, Pressemeldungen

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Für die Fachkräfte von morgen

Schüler lernen praxisnah in der Projektwoche „Hessische Gesundheitscamps“

Ganz konzentriert misst Alexandra bei Daria den Blutdruck. Sitzt die Blutdruckmanschette richtig? Von wann bis wann hört man das Pochen im Stethoskop? Sie nickt, denn der systolische und der diastolische Wert zeigen an, dass Daria einen Blutdruck im Normbereich hat. Im Arbeitsmedizinischen Zentrum (AMZ) im Industriepark Höchst probierten Alexandra, Daria und die anderen Teilnehmer des „Hessischen Gesundheitscamps“ vom Seh- und Hörtest bis zum Lungenfunktionstest ganz unterschiedliche Messungen aus.

Das AMZ ist einer der Lern- und Erlebnisorte, an denen die Schüler während der Projektwoche der „Hessischen Gesundheitscamps“ hinter die Kulissen schauen und praktische Erfahrungen sammeln können. Das Konzept zur vertieften Berufsorientierung zielt auf eine nachhaltige Fachkräftesicherung in den Bereichen Gesundheit und Pflege und setzt bei interessierten Schülern der 8. und 9. Klasse ab 14 Jahren an. Die vielfältigen und spannenden Gesundheitsberufe in Medizin, Pharmazie, Gesundheit und Pflege bieten ausgezeichnete Perspektiven für die Zukunft, denn bereits jetzt besteht ein sehr hoher Bedarf an Fachkräften, der sich durch die Auswirkungen des demografischen Wandels noch weiter verstärken wird. Seit dem Start 2017 wurden durch das Angebot bereits 41 Praktikanten und elf Auszubildende vermittelt.

Die 15-jährige Alexandra ist Schülerin der Georg-Büchner-Schule in Rodgau und hat bereits ein Praktikum bei der Ambulanten Altenpflege gemacht: „Das Praktikum und der Kontakt mit den älteren Menschen hat mir viel Spaß gemacht. Beim Gesundheitscamp mache ich mit, um zu sehen, welche Berufe mir noch gefallen.“

Gemeinschaftsinitiative zur Fachkräftesicherung

Die Hessischen Gesundheitscamps sind eine Gemeinschaftsinitiative zur Fachkräftesicherung im Wandel der Arbeitswelt vom Land Hessen, der Bundesagentur für Arbeit und des Bildungsexperten Provadis. Die Initiative wird jeweils zur Hälfte aus Mitteln des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration sowie der Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur für Arbeit gefördert. Unterstützt wird das Projekt zudem vom Hessischen Kultusministerium.

Die Bundesagentur für Arbeit hat es sich zur Aufgabe gemacht, eine lebensbegleitende Berufsberatung entlang der gesamten Bildungs- und Erwerbsbiografie anzubieten: „Schülerinnen und Schülern fällt es häufig schwer, sich einen Überblick über die vielfältigen schulischen, beruflichen und universitären Ausbildungs- und Berufsmöglichkeiten zu verschaffen. Die Hessischen Gesundheitscamps sind eine hervorragende Möglichkeit, innerhalb einer Woche einen Einblick in das Berufsfeld Gesundheit und Pflege zu erhalten“, so Dr. Frank Martin, Leiter der Regionaldirektion Hessen. „Seit Jahren verzeichnen wir einen steigenden Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften im Gesundheitswesen. Für junge Menschen bietet sich hier bereits jetzt ein krisensicheres Berufsfeld mit Zukunftsperspektive und guten Jobchancen. Ich freue mich, dass wir bereits im dritten Jahr zahlreiche junge Menschen davon überzeugen konnten, sich mit der Vielfalt der Berufe in Pflege, Medizin, Pharmazie und Gesundheit auseinanderzusetzen.“

Der Bildungsdienstleister Provadis bringt in das Projekt seine Kompetenz in der Berufsorientierung als Fachkräfte-Entwickler der Industrie mit ein. „Durch das Projekt treiben wir das Thema Gesundheit voran und tragen dazu bei, dass sich Jugendliche besser und einfacher im Berufsfeld Gesundheit orientieren können und mit diesen spannenden und vielseitigen Berufen in Kontakt kommen“, so Dr. Udo Lemke, Geschäftsführer Provadis. „Durch die Nähe von Provadis zur Gesundheitsindustrie ist es gelungen, kompetente Partner mit an Bord zu holen. In diesem Jahr finden die Hessischen Gesundheitscamps in acht hessischen Städten statt, 180 Schüler sind damit potenzielle Fachkräfte von morgen.“

Von der Schmerzmittelherstellung bis zum Alterssimulationsanzug

Während der Projektwoche im Camp Frankfurt/Offenbach erwartete die 20 Teilnehmer ein abwechslungsreiches Programm, bei dem sie die Möglichkeiten und Arbeitsgebiete in Pflege- und Gesundheitsberufen hautnah erleben konnten. Neben dem Besuch im Arbeitsmedizinischen Zentrum stellten sie in den Ausbildungslabors von Provadis selbst Paracetamol-Zäpfchen her und erhielten Einblicke in chemische Analyseverfahren. Sie lernten die Aufgaben des Gesundheitsamtes Frankfurt sowie die Arbeit von Fachkräften aus Hygiene- und Pflegeberufen kennen und besuchten verschiedene Abteilungen der Agaplesion Frankfurter Diakonie Kliniken. Einen intensiven Eindruck davon, was Altenpflege heute bedeutet, bekamen die Teilnehmer in der Agaplesion Markus Diakonie, wo sie auch einen Alterssimulationsanzug testen durften.
Die 20 Teilnehmer am Hessischen Gesundheitscamp in Frankfurt/Offenbach kommen von der Georg-Büchner-Schule Rodgau, der Heinrich-von-Brentano-Schule Hochheim, der Salzmannschule Frankfurt, der Sophie-Scholl-Schule Flörsheim und der IGS Schiller-Schule Offenbach.

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Markus Großmann (rechts), Teamleiter der Akutmedizin im Arbeitsmedizinischen Zentrum, zeigt der 15-jährigen Alexandra (Mitte), wie sie Blutdruck messen kann. © 2019 Provadis Partner für Bildung und Beratung GmbH



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20 Jugendliche aus der Region Frankfurt/Offenbach nutzten die Möglichkeit, sich im Rahmen der Hessischen Gesundheitscamps über Gesundheitsberufe zu informieren. © 2019 Provadis Partner für Bildung und Beratung GmbH



Provadis Partner für Bildung und Beratung GmbH ist ein Unternehmen der Infraserv-Höchst-Gruppe. Mit rund 1.400 Auszubildenden und über 4.500 Weiterbildungsteilnehmern an den Standorten Frankfurt und Marburg gehört Provadis zu den führenden Anbietern von Bildungsdienstleistungen in Hessen. Rund 400 internationale Kunden nutzen in Partnerschaften und Kooperationen das Know-how von Provadis auf den Gebieten der Aus- und Weiterbildung, der Personal- und Organisationsentwicklung und bei der Entwicklung von E-Learning-Konzepten.

An der Provadis Hochschule studieren rund 1.200 Studenten in dualen und berufsbegleitenden Studiengängen mit international anerkannten Bachelor- und Masterabschlüssen. Die Hochschule bündelt ihre interdisziplinären Aktivitäten im Bereich Forschung und Projekte im Zentrum für Industrie und Nachhaltigkeit.



Kontakt:

Michael Müller
Infraserv Höchst
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