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08.03.2005, News Langzeit
65. Todestag von Peter Behrens
Neue Broschüre über den Behrensbau im Industriepark Höchst
Am 27. Februar vor 65 Jahren verstarb Peter Behrens Architekt, Maler, Grafiker und Designer, Begründer der Corporate Identity und Wegbereiter der modernen Architektur. Zu den erstaunlichsten, schönsten und berühmtesten Bauwerken des Multitalentes gehört das zwischen 1920 und 1924 entstandene Technische Verwaltungsgebäude der ehemaligen Hoechst AG im Industriepark Höchst, besser bekannt unter dem schlichten Namen Behrens-Bau. Infraserv Höchst, die Betreibergesellschaft des 4,6 Quadratkilometer großen Industrieparks im Westen von Frankfurt, veröffentlicht in diesen Tagen eine Broschüre, die den einmaligen Behrensbau und dessen Schöpfer würdigt.
Juwel der Industriearchitektur
Das Gebäude gilt als Juwel der Industriearchitektur, als einmaliges Raumwunder. Als Verwaltungsbau konzipiert und noch heute als Bürogebäude genutzt, verlieh Behrens dem Bauwerk einen sakralen oder auch burgartigen Charakter. Zentrales Element ist der Lichthof, der die Besucher immer wieder staunen lässt: Durch drei Glaskuppeln, deren kristalline Strukturen sich als Leitmotiv in vielen Details des Gebäudes wieder finden, fällt das Licht in das Innere die Bezeichnung umbautes Licht wurde und wird immer wieder für die Kuppelhalle verwendet. Die geschossweise vorgestuften Pfeiler lassen den Raum sehr viel höher wirken und verleihen ihm einen beinahe höhlenartigen Charakter. Der dünne Farbanstrich, der sich von Grün- und Blautönen nach oben über violett und rot bis zu orange und gelb verändert, ergibt je nach Tageszeit und Lichteinfall ganz unterschiedliche Effekte und verändert die räumliche Wirkung. Der Bezug zum Ursprung der Farbwerke wird deutlich und durch die Kristallstrukturen der Glaskuppel, die in den Bodenmosaiken und vielen anderen Details des Gebäudes variiert und aufgegriffen werden, zusätzlich verstärkt.
Unternehmens-Design und Reichstags-Inschrift
Peter Behrens wurde 1868 als Sohn eines Gutsbesitzers in Hamburg geboren. Nach dem Studium der Malerei an der Karlsruher Kunstschule und bei verschiedenen Malern beschäftigte sich Peter Behrens intensiv mit der industriellen Formgebung und erregte mit seinen programmatischen Architektur-Entwürfen an der Darmstädter Künstlerkolonie Aufsehen. 1903 wurde er Direktor der Düsseldorfer Kunstgewerbeschule. Als Mitglied des künstlerischen Beirates der Allgemeinen Elektrizitäts-Gesellschaft (AEG) entwarf Peter Behrens verschiedene Gebäude, wobei die Turbinenhalle in Berlin-Moabit zu den bekanntesten Bauwerken zählt. Daneben gestaltete er Signets und Produkte und schuf damit erstmals ein Unternehmens-Design. Später entwarf Peter Behrens die Giebelinschrift des Berliner Reichstagsgebäudes sowie Verwaltungsgebäude der Mannesmann-Röhrenwerke und der Continental-Gummiwerke.
1920 erteilte Generaldirektor Adolf Haeuser Peter Behrens den Auftrag, ein Technisches Verwaltungsgebäude zu errichten. Innerhalb kürzester Zeit lieferte der Architekt die Pläne und entwarf die unterschiedlichsten Details, von Lampen über Türgriffe bis hin zu den Schmuckgittern der drei Eingangstüren, die Werkzeuge aus Industrie und Handwerk symbolisieren. Obwohl in den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg Baumaterialien knapp waren und die Arbeit auf der Baustelle zeitweise ruhte, konnte das Gebäude 1924 fertig gestellt und bezogen werden. Rund 30 Jahre später gelangten der Turm des Backsteingebäudes und die Brücke, die als Verbindung zum gegenüberliegenden Hauptcomptoir diente, zu besonderen Ehren: Die Silhouette diente als Logo des nach dem Zweiten Weltkrieg wieder gegründeten Konzerns und wurde als Signet der Hoechst AG weltweit bekannt.
Viele Details über die Architektur des Behrensbaus und die wechselvolle Geschichte des Gebäudes enthält die 36 Seiten starke, reich bebilderte DIN A4-Broschüre, die Infraserv Höchst jetzt in einer Auflage von 20.000 Exemplaren erstellt hat. Für die Projektleitung zeichnete die HistoCom GmbH verantwortlich, deren Geschäftsführer Dr. Wolfgang Metternich gemeinsam mit Bernhard Buderath und Norbert Dörholt Texte für die Broschüre verfasste. Der Grafiker Wolfram Strohbach entwickelte das Design.
Das Interesse von Besuchergruppen ist sehr groß, und die Nachfrage nach einer Neuauflage der vor 15 Jahren erstellten Broschüre auch, erklärt Jürgen Vormann, gemeinsam mit Dr. Roland Mohr Geschäftsführer von Infraserv Höchst. Wir sind als Standortbetreibergesellschaft und Eigentümer sehr stolz auf dieses Gebäude, weil aus der Tradition des Gebäudes die Dynamik des Standortes sichtbar wird und weil es eine der Hauptaufgaben von Infraserv Höchst als Standortbetreibergesellschaft ist, durch Schaffung, Erhalt und Ausweitung wettbewerbsfähiger Strukturen auch für die Zukunft die Voraussetzungen für eine dynamische Entwicklung zu schaffen.
Die Broschüre kann als Download aufgerufen werden über:
www.ihr-nachbar.de/behrensbau.
Die nächste Möglichkeit zur Besichtigung des Peter-Behrens-Baus besteht am Freitag, 18. März, zwischen 14 und 16 Uhr. Interessierte Besucher müssen einen Lichtbildausweis mit sich führen und mindestens 14 Jahre alt sein. Treffpunkt ist am Besucherempfang Tor Ost.
Ansprechpartner:
Michael Wanhoff
Telefon 069/305-7179,
Fax: 069/305-80025
E-Mail: michael.wanhoff@infraserv.com
Infraserv Höchst mit Sitz in Frankfurt am Main ist ein führender Dienstleister und ganzheitlicher Standortbetreiber für die Chemie- und Pharmaindustrie. Infraserv GmbH & Co. Höchst KG versorgt Unternehmen der Prozessindustrie mit Produkten und Dienstleistungen in den Bereichen Energie, Facility Management, Umweltschutz sowie Sicherheit und Entsorgung. Als hundertprozentige Tochtergesellschaften gehören Infraserv Logistics, Infraserv Höchst Technik, Provadis, chemfidence und Technion zur Infraserv-Höchst-Gruppe.
Infraserv GmbH & Co. Höchst KG beschäftigt 2.089 Mitarbeiter und 204 Auszubildende. Zur Infraserv-Höchst-Gruppe gehören 3755 Mitarbeiter und 244 Auszubildende. Für 2004 erwartet Infraserv Höchst inklusive der Tochtergesellschaften einen Umsatz von rund 903 Millionen Euro.
Der Industriepark Höchst ist Standort für über 80 Unternehmen aus den Bereichen Pharma, Biotechnologie, Basis- und Spezialitäten-Chemie, Pflanzenschutz, Lebensmittelzusatzstoffe und Dienstleistungen. Rund 22.000 Menschen arbeiten täglich im Industriepark. Das Gelände ist 460 Hektar groß; 89 Hektar sind noch frei für Ansiedlungen. Die Unternehmen im Industriepark investierten im Jahr 2004 rund 390 Millionen Euro am Standort.
Sämtliche Pressemitteilungen und -fotos von Infraserv Höchst finden Sie im Internet unter http://www.infraserv.com.
Die Rufnummer der Presse-Hotline: (069) 305-5413.
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