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18.12.2008, Pressemeldungen

Keine überhöhten Schwermetallwerte in Sindlingen

Staubproben-Untersuchung des städtischen Umweltamtes widerlegt Behauptung der Bürgerinitiativen

„Die im Rahmen des Messprogramms ermittelten Gesamtdepositionsmengen unterschreiten den Immissionswert aus der Technischen Anleitung Luft deutlich. (..) Auch bei den Metallen wurden alle Grenzwerte eingehalten. Die hohen Metallkonzentrationen, die im Jahr 2007 durch ein Messinstitut in Staubproben aus Sindlingen festgestellt worden sind, konnten durch die vom Umweltamt Frankfurt am Main durchgeführte Messungen nicht erklärt werden.“ Dies geht aus einem von Umweltdezernentin Manuela Rottmann (Grüne) vorgestellten Magistratsbericht hervor. Die Untersuchungen wurden zwischen September 2007 und August 2008 durchgeführt, nachdem die Bürgerinitiative „Menschenrecht Gesunde Umwelt“ sowie die Bürgerinitiative „Schnüffler un’ Maagucker“ im Sommer 2007 berichtet hatten, dass Staubproben von Grundstücken in unmittelbarer Nachbarschaft des Industrieparks erhöhte Schwermetallkonzentrationen aufweisen. Diese Behauptung wird durch das Ergebnis der Untersuchung des Umweltamtes eindeutig widerlegt. Beide Bürgerinitiativen kritisieren den Bau der Ersatzbrennstoff-Anlage im Industriepark Höchst und hatten in den Veröffentlichungen einen Zusammenhang zwischen den Staubproben und dem Genehmigungsverfahren für die Anlage hergestellt.

Umfangreiches Messprogramm

Das umfangreiche Messprogramm zur Analyse des Staubniederschlages umfasste fünf Messstandorte, vier davon in Sindlingen in unmittelbarer Nachbarschaft zum Industriepark Höchst. Zum Vergleich wurden Parallelmessungen in Niederrad durchgeführt. Das Messverfahren entsprach den geltenden Richtlinien. Die Auffanggefäße wurden monatlich ausgetauscht, so dass zwölf Einzelwerte pro Standort untersucht und mit den gesetzlichen Immissionswerten verglichen werden konnten.

Die im Rahmen des Messprogramms ermittelten Ergebnisse liegen in Bezug auf die Gesamtmenge des Staubniederschlages zwischen 59 und 87 Milligramm pro Quadratmeter und Tag – der in der Technischen Anleitung zur Reinhaltung der Luft (TA Luft) festgeschriebene Grenzwert beträgt 350 Milligramm. Auch bei den Untersuchungen des hessischen Landesamtes für Umwelt und Geologie (HLUG), das im Jahr 2007 im Messgebiet „Untermain“ Staubniederschlagsmessungen durchführte und dabei auch einige Messpunkte im Frankfurter Stadtgebiet berücksichtigte, wurde ein Mittelwert von 75 Milligramm registriert.

Schwermetallkonzentrationen deutlich unter den Grenzwerten

Neben der Staubmenge wurden auch die Inhaltsstoffe analysiert. Dabei lagen die Schwermetallkonzentrationen an allen Messpunkten deutlich unter den Grenzwerten der TA Luft. So wurden nur etwa 10 Prozent des Cadmium-Grenzwertes erreicht, bei Blei lag der registrierte Wert bei 4,4 Prozent des Grenzwertes, und die Quecksilber-Konzentration war so gering, dass sie analytisch nicht genau ermittelt werden konnte. Zwischen den Messpunkten in Sindlingen und den Parallelmessungen in Niederrad gab es keine signifikanten Unterschiede. Das bedeutet: Die Belastung in Bezug auf die Gesamtstaubmenge und die Schwermetalle im Staub unterscheidet sich am Industriepark Höchst nicht von der Situation in anderen Stadtteilen. Wie es zu den erhöhten Schwermetallkonzentrationen Staubproben gekommen ist, die 2007 von einem Umweltlabor im Auftrag der Bürgerinitiativen analysiert worden waren, kann sich auch das Umweltamt nicht erklären.

Auch bei den Staubmessungen der HLUG lagen die Ergebnisse deutlich unter den Grenzwerten. Nach Angaben des Landesamtes ist die Schwermetallbelastung im Bereich „Untermain“ seit Mitte der 90er Jahre deutlich zurückgegangen.

„Luftschadstoffkomponenten nicht kritisch“

In Zusammenhang mit der Diskussion um die Luftqualität rund um den Industriepark hatte das Hessische Landesamt für Umwelt und Geologie im Dezember 2007 in Sindlingen eine Luftmessstation in Betrieb genommen – eine Maßnahme, die von Infraserv Höchst als Betreibergesellschaft des Industrieparks ausdrücklich begrüßt worden war. Gemessen wurden die Luftschadstoffe Feinstaub, Stickstoffdioxid, Benzol und Schwefeldioxid. Aus den Messdaten, die im Internet unter www.hlug.de sowie im Videotext (Hessentext, Tafeln 178-182) veröffentlicht werden, geht nach dem Bericht des Umweltamtes hervor, dass die an der Station in Sindlingen gemessenen Luftschadstoffkomponenten „nicht kritisch in Bezug auf die jeweiligen Grenz- und Zielwerte sind.“ Die Situation sei ähnlich wie an anderen Stationen im Ballungsraum, erwartungsgemäß sei die Belastung in Bezug auf Feinstaub und Stickstoffdioxid deutlich geringer als beispielsweise an den Messstationen in der stark befahrenen Friedberger Landstraße und am Bahnhof Höchst. Die Auswertung bei den Luftmessungen bezieht sich auf das erste Halbjahr 2008 und ist somit anders als die Untersuchung der Staubniederschläge zunächst als Zwischenergebnis anzusehen.

Dr. Roland Mohr: Untersuchungsergebnis bestätigt Infraserv Höchst

„Die Ergebnisse entsprechen unseren eigenen Emissions- und Immissionsanalysen, auf denen sich zu keinem Zeitpunkt eine hohe Schwermetallbelastung ablesen ließ“, kommentiert Infraserv-Geschäftsführer Dr. Roland Mohr die Untersuchung der Staubniederschläge durch das Umweltamt der Stadt Frankfurt und den daraus resultierenden Bericht. „Daher haben uns die Veröffentlichungen des Vorjahres doch sehr überrascht. Ich bin froh, dass die unabhängige und gemäß den geltenden Richtlinien durchgeführte Untersuchung des Umweltamtes der Stadt Frankfurt am Main jetzt zweifelsfrei bewiesen hat, dass es in Sindlingen keine überhöhten Schwermetallwerte gibt und somit jetzt noch einmal gezeigt wurde, dass vom Industriepark Höchst auch keine Emissionen stammen, die zu Grenzwertüberschreitungen oder Gesundheitsgefährdungen führen.“


Infraserv Höchst mit Sitz in Frankfurt am Main betreibt anspruchsvolle technische Infrastrukturen für Chemie, Pharma und verwandte Prozessindustrien und ist Betreiber des Industrieparks Höchst. Infraserv Höchst versorgt Unternehmen mit Energien und Medien, übernimmt Entsorgungsleistungen und stellt Flächen sowie Infrastrukturen zur Verfügung. Von Umwelt-, Schutz- und Sicherheitsleistungen über Angebote aus dem Gesundheitsbereich bis hin zu Kommunikations- und IT-Services reicht das Leistungsspektrum. Als hundertprozentige Tochtergesellschaften gehören Infraserv Logistics, Provadis Partner für Bildung und Beratung und der Technikumsdienstleister Technion zur Infraserv-Höchst-Gruppe.

Die Infraserv GmbH & Co. Höchst KG beschäftigt rund 1.900 Mitarbeiter und 128 Auszubildende. Zur Infraserv-Höchst-Gruppe gehören rund 2.700 Mitarbeiter und 159 Auszubildende. Infraserv Höchst erzielte inklusive der Tochtergesellschaften im Jahr 2008 mehr als eine Milliarde Euro Umsatz.

Der Industriepark Höchst ist Standort für rund 90 Unternehmen aus den Bereichen Pharma, Biotechnologie, Basis- und Spezialitäten-Chemie, Pflanzenschutz, Lebensmittelzusatzstoffe und Dienstleistungen. Rund 22.000 Menschen arbeiten im Industriepark. Das Gelände ist 460 Hektar groß; davon sind noch 50 Hektar frei für Ansiedlungen. Die Unternehmen im Industriepark investierten im Jahr 2008 insgesamt über 600 Millionen Euro am Standort. Die Summe der Investitionen beträgt seit dem Jahr 2000 etwa 3,7 Milliarden Euro.

Sämtliche Pressemitteilungen und -fotos von Infraserv Höchst gibt es auch im Internet unter www.infraserv.com. Die Rufnummer der Presse-Hotline lautet: 069 305-5413.


Kontakt:

Michael Müller
Infraserv Höchst
Telefon: +49 69 305-7952
Telefax: +49 69 305-80025
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