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07.05.2010, Pressemeldungen
2. Medieninformation: Austritt von Salzsäure im Industriepark Höchst gestoppt. Anwohner mit Sirenen gewarnt. Zwei Mitarbeiter mit leichten Beschwerden im Arbeitsmedizinischen Zentrum. Austritt nach wenigen Minuten gestoppt
09:14 Uhr: Am 7.5.2010 ist um 8.00 Uhr in einem Betrieb der Grillo-Werke AG im Industriepark Höchst aus bisher ungeklärter Ursache eine geringe Menge Salzsäure ausgetreten. Der Austritt konnte nach wenigen Minuten gestoppt werden. In der Folge meldeten sich zwei Mitarbeiter des Industrieparks mit geringen Atemwegbeschwerden. Sie werden nun im Arbeitsmedizinischen Zentrum des Industrieparks vorsorglich beobachtet.
Betroffen sind aufgrund der vorherrschenden Windrichtung auch die Stadtteile Höchst und Unterliederbach.
Aufgrund einer möglichen Gesundheitsgefährdung wurde die Bevölkerung der betroffenen Stadtteile vorsorglich durch Sirenen gewarnt. Mit dem Sirenenton wurde die Bevölkerung aufgefordert, ein Gebäude aufzusuchen, Kinder ins Haus zu rufen, Fenster und Türen geschlossen zu halten, Lüftungs- und Klimageräte abzuschalten und das Radio einzuschalten.
Innerhalb des Industrieparks Höchst wurde vorsorglich ebenfalls Sirenenalarm ausgelöst. Inzwischen wurde dort bereits wieder entwarnt. Für die Anwohner bleibt die Warnung jedoch aufrecht.
Salzsäure ist ein Vorprodukt für zahlreiche chemische Prozesse und wird darum auch in dem betroffenen Betrieb im Industriepark Höchst gehandhabt. In dem Betrieb wird Natriumbisulfat produziert, das zur Herstellung von Reinigungsmitteln dient.
Salzsäure ist in höheren Konzentrationen giftig und ätzend. Bei den geringen gemessenen Konzentrationen kann es bei diesem Stoff nach Angaben des Umweltbundesamtes zu Geruchsbelästigungen und leichten Reizungen der Augen und Atemwege kommen. Eine akute Gesundheitsgefährdung besteht jedoch nicht.
Die Werkfeuerwehr war im Einsatz. Der Austritt des Stoffes konnte nach wenigen Minuten gestoppt werden. Die Berufsfeuerwehr führt gegenwärtig weitere Messungen außerhalb des Industrieparks durch.
Die zuständigen Behörden wurden umgehend informiert und sind vor Ort.
Aktuelle Informationen gibt es auch im Internet unter www.ihr-nachbar.de.
Sobald neue Erkenntnisse vorliegen, wird darüber informiert.
Für die Nachbarn des Industrieparks Höchst steht außerdem unter der Telefonnummer 069/305-4000 ein Bürgertelefon zur Verfügung.
Die Grillo-Werke AG bittet die Anwohner und Nachbarn für die entstandene Beeinträchtigung um Entschuldigung.
Die Grillo-Werke AG ist in Duisburg ansässig und befindet sich im Besitz der Familie, die sie vor gut 160 Jahren gegründet hat. An den vier deutschen Standorten produziert die Grillo-Gruppe mit rund 1.400 Mitarbeitern, davon ca. 125 im Industriepark Höchst, hauptsächlich Produkte aus Zink und seinen Legierungen, sowie Zink- und Schwefelchemikalien und erzielt dabei einen Jahresumsatz von derzeit etwa 500 Millionen Euro. Weitere Informationen zum Unternehmen sind zu finden über http://www.grillo.de.
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