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07.05.2010, Pressemeldungen

3. Medieninformation - Entwarnung nach Austritt von Salzsäure im Industriepark Höchst Anwohner mit Sirenenton wieder entwarnt - Zwei Mitarbeiter mit leichten Beschwerden im Arbeitsmedizinischen Zentrum - Austritt nach wenigen Minuten gestoppt

09:44:05 Uhr

Am 7.5.2010 war um 8.00 Uhr in einem Betrieb der Grillo-Werke AG im Industriepark Höchst aus bisher ungeklärter Ursache eine geringe Menge Salzsäure ausgetreten. Der Austritt konnte nach wenigen Minuten gestoppt werden. Um 9.10 Uhr konnten die vorsorglich mit Sirenen gewarnten Anwohner mit einem erneuten Sirenenton wieder entwarnt werden und ihre Häuser verlassen. Über 100 Anwohner informierten sich am Bürgertelefon des Industrieparks Höchst.

In der Folge des Stoffaustritts meldeten sich zwei Mitarbeiter des Industrieparks mit geringen Atemwegbeschwerden. Sie werden im Arbeitsmedizinischen Zentrum des Industrieparks vorsorglich beobachtet.

Betroffen waren aufgrund der vorherrschenden Windrichtung auch die Stadtteile Höchst und Unterliederbach. Aufgrund der anfangs nicht auszuschließenden Gesundheitsgefährdung wurde die Bevölkerung der betroffenen Stadtteile vorsorglich durch Sirenen gewarnt. Mit dem Sirenenton wurde die Bevölkerung aufgefordert, ein Gebäude aufzusuchen, Kinder ins Haus zu rufen, Fenster und Türen geschlossen zu halten, Lüftungs- und Klimageräte abzuschalten und das Radio einzuschalten.
Innerhalb des Industrieparks Höchst war vorsorglich ebenfalls Sirenenalarm ausgelöst worden.

Salzsäure ist ein Vorprodukt für zahlreiche chemische Prozesse und wird darum auch in dem betroffenen Betrieb im Industriepark Höchst gehandhabt. In dem Betrieb wird Natriumbisulfat produziert, das zur Herstellung von Reinigungsmitteln dient.

Salzsäure ist in höheren Konzentrationen giftig und ätzend. Bei den geringen gemessenen Konzentrationen waren bei diesem Stoff nach Angaben des Umweltbundesamtes Geruchsbelästigungen und leichte Reizungen der Augen und Atemwege nicht auszuschließen. Eine akute Gesundheitsgefährdung bestand jedoch zu keiner Zeit.

Die Werkfeuerwehr war im Einsatz. Der Austritt des Stoffes konnte nach wenigen Minuten gestoppt werden. Die Berufsfeuerwehr führte außerdem weitere Messungen außerhalb des Industrieparks durch, um die Entwarnung zu veranlassen. Die zuständigen Behörden wurden umgehend informiert und waren vor Ort.

Informationen gibt es auch im Internet unter www.ihr-nachbar.de. Sobald neue Erkenntnisse vorliegen, wird darüber informiert.

Für die Nachbarn des Industrieparks Höchst steht außerdem unter der Telefonnummer 069 305-4000 ein Bürgertelefon zur Verfügung.

Die Grillo-Werke AG bittet die Anwohner und Nachbarn für die entstandene Beeinträchtigung um Entschuldigung.


Die Grillo-Werke AG ist in Duisburg ansässig und befindet sich im Besitz der Familie, die sie vor gut 160 Jahren gegründet hat. An den vier deutschen Standorten produziert die Grillo-Gruppe mit rund 1.400 Mitarbeitern, davon ca. 125 im Industriepark Höchst, hauptsächlich Produkte aus Zink und seinen Legierungen, sowie Zink- und Schwefelchemikalien und erzielt dabei einen Jahresumsatz von derzeit etwa 500 Millionen Euro. Weitere Informationen zum Unternehmen sind zu finden über www.grillo.de.