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25.06.2010, Pressemeldungen

Architektonisches Kleinod strahlt in neuem Glanz

Farben in Kuppelhalle des Peter-Behrens-Baus restauriert – Über 50.000 Ziegelsteine wurden einzeln bearbeitet

Der denkmalgeschützte Peter-Behrens-Bau gilt als Juwel der Industriearchitektur des 20. Jahrhunderts und als ein architektonisches Glanzstück des Expressionismus. Das Herzstück des Gebäudes, die 20 Meter hohe, sakral anmutende Kuppelhalle, erstrahlt nun wieder in alter Farbenpracht - Infraserv Höchst, Betreibergesellschaft des Industrieparks Höchst, hat die Halle restaurieren lassen. Fünf Monate dauerten die Arbeiten an, ehe die Gerüste abgebaut werden konnten, die einen großen Teil der Kuppelhalle verborgen hatten. Das Ergebnis der Arbeiten ist so beeindruckend wie die Architektur selbst.

Feuerwerk aus Farben und Formen

„Der Peter-Behrens-Bau ist ein wertvolles Stück Zeitgeschichte, auf das wir sehr stolz sind“, sagt Dr. Roland Mohr, Geschäftsführer von Infraserv Höchst. „Nicht zuletzt aufgrund seiner kulturhistorischen Bedeutung sehen wir es als unsere Aufgabe, dieses einmalige Gebäude für die Zukunft zu erhalten.“ Der Peter-Behrens-Bau wurde von 1920 bis 1924 als Technisches Verwaltungsgebäude der ehemaligen Hoechst AG errichtet. Die zentrale Kuppelhalle wird von drei kristallin anmutenden Glaskuppeln gekrönt. Optisch getragen werden diese von acht vielfach abgestuften, sich nach unten hin verjüngenden Pfeilern, die aus über 50.000 Ziegelsteinen bestehen. Peter Behrens wollte auf diesen Pfeilern die Farben des Kristallprismas widerspiegeln und ließ die Steine entsprechend des Farbverlaufes anmalen: das Spektrum reicht von Grün im Untergeschoss über Blau und Rot bis zu einem hellen Gelb unter den Kuppeln.

Sisyphusarbeit für Restauratoren

Licht, Schmutz und mechanische Einwirkungen hatten diesen Farben, insbesondere den damals genutzten Bindemitteln, in den vergangenen 90 Jahren sichtbar zugesetzt. An manchen Stellen waren sie nur noch zu erahnen. Die insgesamt fünf Restauratoren der Spezialfirma Onnen aus Bamberg befreiten die vorhandenen Farben zunächst behutsam vom Staub der Jahre, konservierten anschließende die noch vorhandenen Farbschichten und ergänzten nach sorgfältiger Analyse der vorhandenen Farbpigmente die fehlerhaften Stellen. Allein die Reinigung der Ansichtsflächen nahm etwa die Hälfte der gesamten Restaurierungszeit von fünf Monaten in Anspruch. „Wir haben hier in Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege Hessen eine Restaurierung vorgenommen“, erklärt Restaurator Thorsten Moser, der die Arbeiten plante. „Im Gegensatz zur Renovierung dürfen wir dabei die vorhandenen Farben nicht verändern, sondern nur dort neue Schichten auftragen, wo wirklich nichts altes mehr vorhanden ist.“ Eine wahre Sysiphusarbeit, die Restauratoren aber gewohnt sind.

Im Rahmen einer Voruntersuchung untersuchte Moser zunächst den Zustand der Halle, um die spätere Restaurierung planbar zu machen. Dabei zeigte sich, dass in der Kuppelhalle noch ein hoher Anteil an originaler Substanz erhalten war. Anders in den umlaufenden Fluren, wo zum Beispiel durch Reinigungsarbeiten der Farbauftrag stark gelitten hat. Wunsch von Infraserv Höchst und auch der Denkmalpflege war es, die Halle sehr zurückhaltend zu restaurieren, so dass der gealterte Charakter der Kuppelhalle in jedem Fall erhalten bleibt.

Werk der Industrieparkgemeinschaft

So wie Peter Behrens für die ursprüngliche Farbgebung des Gebäudes nur Farbpigmente aus dem Standort nutzte, leisteten auch für die Restaurierung gleich mehrere Unternehmen des Industrieparks Höchst einen Beitrag. Auch dies war eine Anregung des Landesamtes für Denkmalpflege. Die Kuraray Europe GmbH und Celanese lieferten darum einen Teil der für die Konservierung der bestehenden Farben notwendigen Bindemittel. Clariant unterstützte bei den Pigmentanalysen und steuerte einen Teil der für die Retuschen notwendigen Pigmente bei. „Der Peter-Behrens-Bau spiegelt nun erneut die Produkte des Standortes wider“, ist Dr. Roland Mohr mit den erfolgten Maßnahmen zufrieden.


Reine Handarbeit: Mehr als fünf Monate waren die Restauratoren damit beschäftigt, die 50.000 Ziegelsteine der Kuppelhalle einzeln zu reinigen und die Farben zu konservieren und auszubessern.
© Infraserv Höchst, 2010


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Infraserv Höchst mit Sitz in Frankfurt am Main betreibt anspruchsvolle technische Infrastrukturen für Chemie, Pharma und verwandte Prozessindustrien und ist Betreiber des Industrieparks Höchst. Infraserv Höchst versorgt Unternehmen mit Energien und Medien, übernimmt Entsorgungsleistungen und stellt Flächen sowie Infrastrukturen zur Verfügung. Von Umwelt-, Schutz- und Sicherheitsleistungen über Angebote aus dem Gesundheitsbereich bis hin zu Kommunikations- und IT-Services reicht das Leistungsspektrum. Als hundertprozentige Tochtergesellschaften gehören Infraserv Logistics, Provadis Partner für Bildung und Beratung und der Technikumsdienstleister Technion zur Infraserv-Höchst-Gruppe.

Die Infraserv GmbH & Co. Höchst KG beschäftigt rund 1.900 Mitarbeiter und 140 Auszubildende. Zur Infraserv-Höchst-Gruppe gehören etwa 2.700 Mitarbeiter und 171 Auszubildende. Im Jahr 2009 erzielte Infraserv Höchst inklusive der Tochtergesellschaften einen Umsatz von mehr als 1,1 Milliarden Euro.

Der Industriepark Höchst ist Standort für rund 90 Unternehmen aus den Bereichen Pharma, Biotechnologie, Basis- und Spezialitäten-Chemie, Pflanzenschutz, Lebensmittelzusatzstoffe und Dienstleistungen. Rund 22.000 Menschen arbeiten im Industriepark. Das Gelände ist 460 Hektar groß; davon sind noch 50 Hektar frei für Ansiedlungen. Die Unternehmen im Industriepark investierten im Jahr 2009 insgesamt rund 644 Millionen Euro am Standort. Die Summe der Investitionen beträgt seit dem Jahr 2000 etwa 4,3 Milliarden Euro.

Sämtliche Pressemitteilungen und -fotos von Infraserv Höchst gibt es auch im Internet unter www.infraserv.com. Die Rufnummer der Presse-Hotline lautet: 069 305-5413.


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