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Abwasservorbehandlungsanlage Mit
dem Bau einer Abwasservorbehandlungsanlage (AVA) hat sich der Industrieparkbetreiber Infraserv
Höchst
auf Veränderungen bei der Zusammensetzung der Abwässer im Industriepark Höchst eingestellt. Den Unternehmen
am Standort wird damit auch weiterhin eine sichere und ökologisch einwandfreie Entsorgung ihrer Produktionsabwässer
zur Verfügung stehen.
Die Anlage
wurde errichtet, um Produktions-abwässer
vorzureinigen, bevor sie in der eigentlichen Abwasser-reinigungsanlage
des Industrieparks weiterbehandelt werden können. Der Anlagenbetreiber Infraserv hat
mehr als
10 Millionen Euro in dieses innovative Projekt investiert. Die Anlage ist energieautark und leistet
darüber hinaus
einen Beitrag zur umweltfreundlichen Energiegewinnung aus erneuerbaren Ressourcen.
Die
Entsorgungsfachleute bei Infraserv nahmen das Projekt in Angriff, als erkennbar wurde, dass die sich
verändernden
Pharma-Abwässer am Standort künftig ein neues Abwasserreinigungskonzept erforderlich machen könnten.
Im Sommer
2001 wurde im Industriepark Höchst die weltweit größte Produktionsanlage zur Herstellung von inhalierbarem
Humaninsulin der Firma Diabel in
Betrieb genommen. Eine weitere, vergleichbar große Insulinanlage von sanofi-aventis hat inzwischen ebenfalls
den Produktionsbetrieb
aufgenommen. Die zu Abwässer aus den beiden Produktionsanlagen sind biologisch sehr gut abbaubar,
können aber aufgrund ihrer Zusammensetzung nicht direkt in der von Infraserv betriebenen zentralen Abwasserreinigungsanlage
behandelt werden, ohne dort den Reinigungsprozess zu beeinträchtigen. In einer vorgeschalteten
Reinigungsstufe werden Insulinabwässer deshalb in einem anaeroben Prozess vorbehandelt.
Im
anaeroben Verfahren reinigen spezielle Bakterien unter Sauerstoffausschluss das Abwasser. Die Schmutzfracht
im Wasser wird dabei zu Biogas und einer geringen Menge an neuer Biomasse, dem Überschussschlamm, umgesetzt.
Mit dem gereinigten Biogas, das zu 80 vol. % aus Methan besteht, werden Gasmotoren für drei zur Anlage
gehörende Blockheizkraftwerke betrieben.
Blockheizkraftwerke (BHKW) sind
besonders wirtschaftliche Anlagen zur Verbrennung von energiereichen Gasen. Neben der Stromerzeugung
ist auch die Auskopplung der entstehenden Abwärme möglich. Die nutzbare Abwärmeleistung wird im wesentlichen
für die Vorwärmung der zu reinigenden Abwässer verwendet. Dies ist notwendig, um geeignete Temperaturbedingungen
für die Bakterien in dem Anaerobreaktor zu schaffen. Die elektrische Leistung von insgesamt bis zu 1,5
MW, die die drei BHKWs liefern, übersteigt den Eigenbedarf der Abwasservorbehandlungsanlage und wird
ins Stromnetz eingespeist.
Für den Betrieb der Anlage ist also keine
Zufuhr von Energie erforderlich. Sie kann damit nicht nur als energieautark bezeichnet werden, sie liefert,
da es sich dabei um Strom aus erneuerbaren Ressourcen handelt, auch noch Ökostrom.
AnsprechpartnerInfraserv
Höchst Telefon:
069 305-3333 E-Mail: kommunikation@infraserv.com
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