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Eine Lebensader des Industrieparks Höchst Wasser
ist einer der wichtigsten Rohstoffe für den Industriepark Höchst. Dies gilt sowohl für die benötigte
Menge als auch für die benötigte Qualität. Rund 99 Prozent des benötigten Wassers stammen aus dem Main,
der Rest aus eigenen Brunnen, die außerhalb des Industrieparks südlich des Mains am Mönchhofgelände
liegen. Wasser ist Energie Für
die meisten Unternehmen, die im Industriepark Höchst produzieren, ist Wasser in Form von heißem Dampf
die wichtigste Wärmequelle für ihre Reaktionsprozesse. Umgekehrt dient Wasser im Industriepark Höchst
auch als Kühlmittel: Kaltes Wasser fließt in Rohren an heißen Anlagenteilen vorbei und nimmt dort die
Wärme auf. In Rückkühlwerken wird das Wasser dann in einem künstlichen Regenschauer durch die Berührung
mit der Außenluft wieder um 10 °C abgekühlt, fließt zurück in den Kreislauf und kann so bis zu fünf
Mal erneut Wärme aufnehmen. Dabei wird das Wasser nicht verschmutzt, es fließt
genauso sauber in den Main zurück, wie es entnommen wurde. Saubere
Produkte brauchen sauberes Wasser Natürlich wird Wasser auch in den
Produktionsanlagen als wichtiger Grundstoff oder zum Waschen genutzt. Insgesamt wird Wasser im Industriepark
Höchst in mehrere verschiedene Qualitätsstufen eingeteilt und genutzt, vom unbehandelten Flusswasser,
über Reinwasser und Trinkwasser bis zum Vollentsalzten Wasser und schließlich dem Wasser mit der höchsten
möglichen Sauberkeitsstufe, dem Reinst- oder Pharmawasser. Insbesondere für die Produktion von Medikamenten
ist die absolute Reinheit des Wassers von entscheidender Bedeutung. Im Industriepark Höchst steht darum
die weltweit größte Anlage zur Herstellung von Pharmawasser, die Purified Water Anlage. Sie säubert
das aus Brunnen stammende Trinkwasser mit einem Filterverfahren bis auf ein allerhöchstes Qualitätsniveau.
Je besser das Ausgangswasser, umso einfacher ist natürlich dieser Reinigungsprozess. Die Qualität des
entnommenen Grundwassers ist darum für den Industriepark Höchst sehr wichtig. Abwasserreinigung
auf natürliche Art Das Abwasser, das nach dem Gebrauch in Verwaltungsgebäuden
oder Produktionsanlagen zurück in die Natur fließen soll, wird im Industriepark Höchst vorher in einer
eigenen biologischen Abwasserreinigungsanlage in einem natürlichen Prozess gereinigt. Die Abwässer aus
chemischer und pharmazeutischer Produktion im Industriepark Höchst führen eine biologisch sehr gut abbaubare
Schmutzfracht mit sich. Die Hauptaufgabe bei der Reinigung des Abwassers im Industriepark Höchst können
darum Bakterien übernehmen, die sich von dem im Wasser vorhandenen Schmutz ernähren und ihn sozusagen
aus dem Wasser herausfressen. Die Bakterien bleiben als Schlamm in den Becken der Anlage zurück, das
gereinigte Wasser kann in den Main zurückgeleitet werden. Die Abwasserreinigungsanlage im Industriepark
Höchst funktioniert damit ganz ähnlich wie eine städtische Kläranlage, allerdings findet der Reinigungsprozess
in mehreren, sich ergänzenden Stufen statt. Das beste Wasser
ist gespartes Wasser Auch wenn das im Industriepark Höchst genutzte Wasser
der Natur in sauberem Zustand zurückgegeben werden kann, kostet der Reinigungsprozess natürlich Energie.
Die Unternehmen im Industriepark Höchst arbeiten darum schon seit vielen Jahren an Einsparmaßnahmen.
Dazu gehen sie in dreifacher Hinsicht vor:
 | Einsatz Wasser sparender
Technik: Ein Beispiel das inzwischen jeder kennt, sind die ”Perlatoren“ an den Wasserhähnen im Haushaltsbereich,
die auch im Industriepark Höchst im Sanitärbereich eingesetzt werden. |
 | Substitution
von Brunnen- oder Trinkwasser: Wo dieses rechtlich und unter hygienischen Gesichtspunkten möglich ist,
wird aufbereitetes Flusswasser genutzt, um die wertvollen Grundwasserreserven zu schonen. |
 | Veränderung
von Produktionsprozessen und Produktionsverfahren: Es werden konsequent alle Verbesserungen genutzt,
die wassersparende Wirkungen haben. Das Pharmaunternehmen Sanofi-Aventis konnte so allein im Jahr 2006
bereits 33.000 Kubikmeter Wasser im Industriepark Höchst einsparen. |
Insgesamt
konnten die Unternehmen im Industriepark Höchst den Verbrauch an Trink- oder Brunnenwasser zwischen
1997 und 2007 um über 30% senken: von 4,9 auf 3,4 Millionen Kubikmeter. Verbrauch
an Trink- und Brunnenwasser im Industriepark Höchst 1997-2006
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